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Vorstellungsgespräch

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Die Bewerbung ist eingereicht, das Bestätigungsmail ist im Postfach und als nächstes kommt der Anruf vom potentiellen neuen Arbeitsgeber – Einladung zum Vorstellungsgespräch. Die Freude ist gross und die teilt man dann gerne mit dem Umfeld. Einen Tag vor dem Vorstellungsgespräch kommt die Nervosität. Habe ich die richtigen Antworten? Was wird wohl gefragt? Wie verkaufe ich mich am besten? Erstmal Google fragen.. Die Antworten von Google sind so breit wie die Suche nach der richtigen Kleidung. Also schläft man nicht wirklich gut und am Morgen ist die Nervosität wieder da. Man fragt noch die Kollegen, die Partnerin / den Partner und evt. auch noch die Eltern. Ist man nun vorbereitet? Man will ja den Job und dafür möchte man sich auch anstrengen und richtig antworten auf die Fragen vom HR, einfach überzeugen. Am Vorstellungsgespräch kommen dann genau die Fragen, welche man nicht bedenkt hat und da man ja die richtigen Antworten geben will, kommt man ins straucheln. «Warum wurden Sie gekündigt?», «Warum steht im Arbeitszeugnis nicht, dass Sie auch qualitativ überzeugt haben?» und «warum hat es mit der Kollegin nicht gepasst?». Dies sind nur 3 von ganz vielen kritischen Fragen, welche Sie mit Überzeugung beantworten sollten. Natürlich ist es die Wahrheit, dass Ihnen der Job keinen Spass mehr machte und Sie deshalb die Motivation verloren haben. Aber das wollten Sie so nicht sagen. Es entspricht auch der Wahrheit, dass Ihnen die Kollegin nicht passte, weil sie immer im Mittelpunkt stehen wollte. Aber auch das wollen Sie so nicht sagen – es könnte gegen Sie verwendet werden. Was kann man den nun als richtige Antwort verstehen?
Unsere eindeutige Empfehlung: Seien Sie ehrlich!

Je nach Gesprächspartner (Personalfachperson, Rekruter) kann es sein, dass Ihr Visasvis schon einige hundert Gespräche geführt hat und so auch entsprechend gute Menschenkenntnisse mitbringt. Wenn Sie beim lügen erwischt werden oder Ihre Antworten zu viel Raum für Interpretationen lassen, kommt es schnell zu Unsicherheiten und Sie verlieren an Glaubwürdigkeit. Der Arbeitsgeber möchte bei der Rekrutierung kein Risiko eingehen und wissen wer vor ihm sitzt, auch wenn die Antwort mal nicht so ist, wie man es gerne hätte. Seien Sie deshalb einfach ehrlich und Sie selbst.

Schlussendlich ist es wie in einer privaten Beziehung – entweder es passt oder es passt nicht.